Baumarbeiten in Klettertechnik oder mit Hubarbeitsbühne

"Verletzungsfreies Baumsteigen" bedeutet, wir verwenden Seil- und Schlingentechniken um im Baum zu arbeiten, ohne diesen zu verletzen, wie es zum Beispiel bei Benutzung von Steigeisen der Fall wäre. In der Regel wird zunächst ein Seil im oberen Kronenbereich angebracht, an dem der Baumpfleger gesichert ist und mit dessen Hilfe er sich leichter im Baum bewegen und dort arbeiten kann.

In die Krone gelangt man durch eine aus dem Bergsteigen übernommene und angepasste Technik mittels Schlingen und Trittleitern.

Der Baumsteiger wird dabei von einem Helfer am Boden ständig gesichert, bis er sein Seil im Kronenbereich befestigt und somit selber sichert.

Auch die weiter verbreitete "englische Klettertechnik" findet Verwendung wenn dies im Einzelfall effektiver erscheint.

Gerade bei großen Laubbäumen bietet sich auch die Bogentechnik an. Mit einem Pfeil wird ein Vorseil über eine Astgabel geschossen, was bis zu 25m Höhe möglich ist. Am Vorseil wird ein Zugseil, an diesem ein Steigseil über die Astgabel gezogen. Am Steigseil gelangt der Steiger mit Steigklemmen, ebenfalls gesichert, nach oben.

Das Kletterseil dient sowohl zur ständigen Sicherung des Steigers als auch dazu, sich im Baum gezielt zu bewegen und vor allem zu arbeiten. Man kann, mit dem Klettergurt frei im Seil hängend, mit zwei freien Händen arbeiten oder sich an einem Ast weit in den Feinastbereich der Baumkrone bewegen. Beim Schneiden oder Sägen selber gebrauchen wir häufig Schlingen zur zusätzlichen Stabilisierung oder Sicherung.

Ist die Arbeit in einem Baum getan seilen wir am Kletterseil ab und ziehen es aus der Krone.